News: Sanieren am Gebäude, Gebäudeenergieausweis, GEAK

Klingt simpel ist aber komplex

Was einfach klingt braucht viel Fingerspitzengefühl und noch mehr Know-how. Denn Fehler passieren schnell und Kosten neben Zeit und Nerven auch viel Geld. Wärmebrücken, Feuchte und Schimmel sind nur einige der Erscheinungen, welche Bauende vermeiden sollten.

Feuchtigkeit kann von überall kommen, von aussen sind es meist Risse oder ungenügend angebrachte Feuchtigkeitssperren, aber auch Rohrbrüche und fehlende Dämmungen im Kondensationsbereich. Von innen können es Menschen, Bäder/Duschen und Küchendämpfe sein. Bei Neubauten ist manchmal eine (noch) feuchte Bausubstanz ein Thema. Oft tritt Feuchte auch in Zusammenhang mit Wärmebrücken auf. Fensteranschläge, Rollladenkästen, Haustüren, Tür- und Fensterdichtungen, aber auch Heizkörpernischen und -befestigungen können problematisch sein. Und auch hier kondensiert schlussendlich im Raum vorhandene Luftfeuchtigkeit und führt im schlechtesten Fall zu Schimmelpilzbildung. Diese reichen von weniger bis zu sehr gefährlichen Gattungen und sind langfristig eine Belastung und Gefahr für das menschliche Immunsystem.

Fundierter Grundlagenbericht minimiert Risiko - Fördergelder beantragen

Bei einer Sanierung stolpert man besonders beim Selbermachen über wichtige Punkte und baut sich den nächsten Schwachpunkt gleich selbst ein.

Im Idealfall holt man sich vor der Sanierung einen Energieberater als Unterstützung zu Hilfe. Mit einem fundierten Grundlagenbericht ist auch beim Eigenbau das Risiko kleiner. Mit Wärmebildern können Wärmebrücken in den Wintermonaten ideal untersucht und aufgezeigt werden. Mit einem Gebäudeenergieausweis GEAK erhält man neben einer Handlungsempfehlung (Beratungsbericht) auch ein Mittel, um später Fördergelder beantragen zu können. Denn ab einer Fördersumme von 10 000 CHF setzen diesen, die Kantone heute voraus.

Bei der Sanierung ist es grundsätzlich ratsam, sich zuerst mit der Gebäudehülle zu befassen: Dach, Fenster und Türen aber auch Fassaden- und Bodenflächen haben Vorrang. Eine Dämmung bringt den Energieverbrauch langfristig auf ein tieferes Niveau und spart so Energie und Geld. Dächer und Böden können häufig von innen gedämmt werden. Bei Dachflächen ist ein Einbau von einer Solar- oder Fotovoltaikanlage eine Überlegung wert. Fassaden sollten von aussen gedämmt werden: Hier bietet sich zum Beispiel eine hinterlüftete Fassade oder aber eine Kompaktfassade an. Fenster und Türen schützen Ihr Zuhause nicht nur nachhaltig vor Kälte, sondern auch vor Lärm, Witterung und Einbruch.

Materialwahl beachten - Nachhaltigkeit

Besonders bei der Sanierung bietet sich die Möglichkeit, nicht erwünschte Materialien wie Asbest zu entfernen und gegen ökologisch unbedenklichere Materialen zu ersetzen. Aber auch bei der Wahl der Dämmung sollte man heute zumindest einmal die Empfehlungen von eco-bau.ch einmal durchgelesen haben. Denn auch hier gibt es Stoffe, die uns besser bekommen, und solche die dies nicht tun.

Energieverbrauch - wo kann ich sparen

Der Mensch braucht Wasser, Luft, Strom und Heizenergie. Beim Strom ist es einfach: Steigt ein Gerät aus, kann man es gegen ein A-Label-Gerät ersetzen. Glüh- und Halogenleuchten werden gegen moderne LED-Leuchten ersetzt. Feuchte- aber auch Präsenzsensoren helfen Energie zu sparen. Wasser kann durch Spardüsen und moderne Apparate reduziert werden.

Heizungssanierung, was ist besser?

Berechnen Sie die Unterhalts- und Energiekosten für 10 Jahre im Voraus, und vergleichen Sie die Systeme. Meist reicht dies aus, um zu sehen, welches System besser wirtschaftet.

Ein weiterer Punkt ist, mit dem kommenden CO2-Gesetz, den Weg von fossiler Energie hin zu erneuerbarer Energie zu beschreiten. Neben Holz und Wärmepumpen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, welche heute zur Verfügung stehen und situativ interessant sein können.

Optimale Luftqualität mehr Lebensqualität.

Der Luftwechsel in einem undichten Altbau mag einfacher zu gewährleisten sein als bei einem dicht sanierten Gebäude. Durch manuelles Fensterlüften verliert man bis zu 15-mal mehr Energie wie ein kontinuierlich belüfteter Raum. Durch die Wärmerückgewinnung in einer kontrollierten Wohnraumlüftung wird die Wärme nicht einfach durch das Fenster gelassen, sondern zuerst die wertvolle Energie an die zugeführte Luft übertragen. Moderne Lüftungsgeräte gewinnen dabei nicht nur die Wärme, sondern auch die Feuchte wieder zurück. Mit einer kontinuierlichen Lüftung beugen wir zudem Bauschäden und Schimmelpilzen vor. Die Luftqualität steigt und damit auch die Qualität unseres Lebensraumes.

Das Ende ist der Anfang

Ist eine Anlage fertig saniert, muss der Fokus auf das Einregulieren und Optimieren gelegt werden. Bei einem Neubau z.B. ist der Energieverbrauch in den ersten 1-2 Jahren noch bis 20% höher durch die Baufeuchtigkeit. Daher ist hier eine zusätzliche Expertenmeinung hilfreich und ratsam.

Minergie – Option auch bei Sanierungen.

Ein nach Minergie saniertes Gebäude braucht in der Regel drei bis fünf Mal weniger Energie als vorher. Mit dem Zusatz ECO lassen sich noch höhere Gesundheits- und Umweltstandards sichern. Wird Geld in eine vernünftige Sanierung investiert und der Standard erreicht, lohnt es sich das Gebäude in aller Konsequenz auch zu zertifizieren. Das Label ist schweizweit anerkannt und lässt auf eine hohe Bauqualität schliessen. Dies kann auch bei einem späteren Verkauf der Liegenschaft ein Pluspunkt sein.

Regionales Energie-Apéro

Zweimal jährlich findet ab 2020 ein regionales Energie-Apéro statt, an welchem sich Interessierte informieren und beraten lassen können. Dabei werden kurze, spannende Vorträge mit einer Diskussionsplattform verknüpft. Die Themen reichen von hier genannten Punkten bis hin zu vielen weiteren spannenden Themengebieten aus der Energie- und Gebäudetechnik. Am Anschluss an die Vorträge stehen Fachspezialisten zur Diskussion und Beratung bei einem lockeren Apéro zur Verfügung. Die Idee ist, ein spannendes Umfeld zu schaffen bei welchem man sich austauschen, informieren oder einfach mal unverbindlich weiterbilden kann. Die Plattform ist für Interessierte kostenlos und wird durch die heat-engine GmbH und interessierte Partner getragen. Die Termine und Themen werden jeweils 2 Wochen vor dem Energie Apéro im Anzeiger TGO publiziert. Eine Anmeldung ist gewünscht, aber auch für Spontanität haben wir Platz.

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