Scheitholz, Holzschnitzel, Holzpellet, Heizung

Heizen mit Holz ist die älteste aller Möglichkeiten, wie sich der Mensch warmhält. Seit wir uns das Feuer zu nutzen gemacht haben begleitet uns der Brennstoff Holz. Auch heute ist es modern, sei dies mit Holzscheite oder Holzschnitzel in ländlichen und land-wirtschaftlichen Regionen oder mit Holzpellet bis in die Agglomerationen und zum Teil auch Städte.

Heizen mit Holz

Holz brennt nicht

Was so salopp daher gesagt, ist durchaus richtig. Holz brennt tatsächlich nicht! Beim Erwärmen von Holz fängt dieses an, Holzgas freizusetzen. Dieses Gas brennt, während sich das Holz in Kohlenstoff wandelt und erst zu Kohle und dann zu Asche wird. Übrig bleibt vom Holzanteil ca. 0,5 – 1,0 % Asche und von der Rinde ca. 3 – 4 % Asche.

Scheitholz

Der Ursprung: Seit der Steinzeit weiss der Mensch wie Scheitholz genutzt wird, um Wärme zu erzeugen. Heute geschieht dies teil- oder vollautomatisch in sogenannten Holzvergaser-Kesseln. Diese regeln Primär- und Sekundärluftklappen sorgen für einen konstanten Unterdruck und eine qualitativ gute Verbrennung. Die Verarbeitung vom Wald, über die Lieferung und Zwischenlagerung bis hin zum täglichen Befeuern ist sicher aufwändiger, wie bei anderen Heizsystemen. Wen dies nicht stört und gerne ursprünglicher lebt, ist mit einer modernen Scheitholz-Heizung gut und günstig bedient.

Holzschnitzel

Vollautomatisch und robust. Ja, Schnitzelheizungen sind besonders ab mittleren Grössen interessant und können ab ca. 200 kW Heizleistung ihre Vorteile so richtig zur Geltung bringen. Besonders für kleinere und mittlere Wärmeverbünde und Zusammenschlüsse mit entsprechender Leistung ist eine Schnitzelheizung auch heute noch ein günstiges und sinnvolles Heizsystem. Holzschnitzel können in fast jeder Qualität einer Heizung zugeführt werden, jedoch ist ein sinnvolles Mindestmass an Qualität zu empfehlen. Kein anderes Heizsystem bietet so viele Möglichkeiten wie ein Brennstoff zum Kessel kommt: Sei dies über eine Schnecke, Schubboden, Federkerne, Fräsen, und viele weitere.

Holzpellet

Automatisch, pflegeleicht und ein relativ kleines Lager ggü. Holzschnitzeln zeichnen eine Pelletheizung aus. Der Lagerraum entspricht etwa 1:1 demjenigen den man für das Heizöl benötigt hat. Mit den hohen Systemtemperaturen eignet sich dieses Heizsystem vor allem für Sanierungen von alten fossilen Heizungen, welche eine Wärmeverteilung mit Radiatoren besitzen. Aufgrund der weniger intensiven Wartung platzieren sich Pelletheizungen bis zu einer Leistung von 200 kW sehr erfolgreich.

Regionale Wertschöpfung

Egal für welches der vorerwähnten Holz-Heizsysteme sie sich entscheiden, der Hauptvorteil liegt in der Unterstützung der regionalen Wertschöpfungskette und der Sicherung der Arbeitsplätze beim aufforsten der Wälder, der holzverarbeitenden Industrie aber auch bei der Transportlogistik und dem guten alten Kaminfeger. All diese Berufsgruppen werden durch eine Holzheizung positiv und nachhaltig unterstützt.

Erneuerbare Energie, aber…

nicht alles ist Gold was glänzt. Ja, Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff und ja, wir dürfen noch viel mehr davon verbrauchen. Denn unseren Wäldern schadet dies nicht, das Gegenteil ist der Fall. Nutzen wir Holz in einer vernünftigen Menge profitiert der Wald durch eine bessere und nachhaltigere Aufforstung. Aber: Holzheizungen emittieren Abgase wie auch andere Heizsysteme, bei Holz ist jedoch nicht das CO2 das Kernthema wie bei Öl- oder Gasheizungen. Vielmehr sind es flüchtige organische Verbindungen (VOC), Kohlenmonoxid (CO) oder auch Feinstaub (PMx) auf welche der Fokus fällt. Das macht Holz als Brennstoff aber nicht unattraktiv, es muss bei der Planung einer Anlage berücksichtigt werden. Die heutigen technischen Möglichkeiten erlauben es entsprechende Massnahmen vorzusehen, sei dies die Nutzung der Kondensationstechnik oder auch eines der vielen verschiedenen Filtersysteme.

Hydraulische Einbindung und Optimierung

Der häufigste Mangel bei Holzheizsystemen welchen wir nach wie vor feststellen ist eine mangelnde hydraulische Einbindung in das Gesamtsystem und dessen ignoriertes Optimierungspotenzial. Diese Heizsysteme bieten Vorteile in der hohen Vorlauftemperatur, entsprechend wird der Rücklauf häufig bis nie genauer unter die Lupe genommen. Ein Fehler, den durch das Absenken der Rücklauftemperatur senkt, man direkt die Investitionskosten und erhöht die Effizienz der Anlage durch einen höheren Systemwirkungsgrad. Danach noch etwas Wassermasse und eine intelligente Regelung und jede Holzheizung wird zu einem gutmütigen und effizienten Gesamtsystem.

Anfänge in der Planung

Die wichtigsten Fragen zu Beginn sind logistischer Natur, wie bekomme ich das Holz vom Wald zum Ofen. In welcher Qualität lässt sich das Holz in der benötigten Menge organisieren und welche Anforderungen entstehen daraus an die Lagerhaltung und das Zuführsystem zu meiner Heizung. Welchen Aufwand bin ich bereit zu bringen und wieviel automatisiere ich? Nach dem Ofen bleibt Asche: Haben Sie sich Gedanken zur Entsorgung gemacht? Noch nicht? Wir Planen noch immer nicht die Heizung, immer noch ist es die Logistik, welche beschäftigt und zuerst gelöst werden muss.

Auswahl der Heizung

Sind obige Fragen lückenlos geklärt, kann eine Holzheizung gesucht werden, welche die systemtechnischen Anforderungen erfüllen kann. Dieses System, gilt es in seiner Wirtschaftlichkeit zu prüfen und zu optimieren. Erst danach kann abschliessend gesagt werden ob es eine Holzheizung wird.

Solarthermie als sinnvolle Ergänzung

Wie bereits erwähnt, fallen bei Holzheizungen Emissionen an. Der grösste Teil davon, fällt in den Start- und Stopp-Phasen der Heizung an. Um in den Sommermonaten, wo ein Taktbetrieb für die Wassererwärmung unvermeidbar ist, die Schadstoffe klein zu halten, eignet sich eine Solaranlage hervorragend. Der Heizkessel wird so nicht benötigt und kann auch mal richtig gewartet werden, ohne dass sie ihn gleich vermissen. Der Vorteil der Sonne: Ihre Energie ist gratis und Emissionsfrei frei Haus geliefert. In Kombination ergänzen sich diese beiden Systeme perfekt!

Kantonale Unterstützung

Holzheizungen werden wie jedes andere Erneuerbare System durch den Kanton gefördert (gilt bei Ersatz einer bestehenden Heizöl-, Erdgas- oder Elektroheizung). Für den Kanton Solothurn gelten Sätze von 180 CHF pro Kilowatt mind. aber 4 200 CHF. Anlagen bis 70 KW erhalten eine leicht höhere Förderung. Für die Solarthermie erhält man einen Grundbeitrag von 1 800 CHF plus 750 CHF pro Kilowatt Leistung.

Vorausplanen und analysieren

Am besten fährt wer vorbereitet ist und sich zu dem Thema Heizungsersatz und Gebäudesanierung rechtzeitig informiert und entsprechend Beraten lässt. Die heat-engine GmbH in Wolfwil bietet von der neutralen Energieberatung über Wärmebilder und Gebäudeanalysen u.a. mittels Gebäudeenergieausweisen GEAK® bis hin zur vollständigen Fachplanung HLK und Betriebsoptimierungen ein Rundumpaket. Als Profis in der Gebäudetechnik überlassen wir nichts dem Zufall!

Weitere Informationen

erhalten Sie telefonisch, bei einem Vorort-Gespräch oder per Mail. Gerne beraten und unterstützen Sie in ihrem Vorhaben.

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